"...die Ärzte meinten zuerst, mein Sprunggelenk müsste versteift werden."

Diagnose Trümmerbruch - Viele Schrauben und ein langer Weg

Daniel ist Lastwagenmechaniker und auf seine Beweglichkeit angewiesen. Nach einem Sprung auf einer Treppe verletzt er sich sein Sprunggelenk. Die Diagnose: Trümmerbruch des Fersenbeins.

Hier erzählt er über seinen Weg, vom ersten Befund bis zu den Ergebnissen durch Chirurgie und Physiotherapie:

 

Am 25. Juni 2017 brach ich mir durch einen Sprung über einige Stufen das linke Fersenbein. Meine Frau brachte mich ins Unfallkrankenhaus Salzburg, wo Röntgen und CT gemacht wurden. In den Bildern wurde festgestellt, dass es sich um einen Trümmerbruch handelt und die Ärzte meinten zuerst, mein Sprunggelenk müsse versteift werden. (Dafür wäre das Sprunggelenk verschraubt und für immer unbeweglich gemacht worden.) Zum Glück war in den darauffolgenden Tagen ein Fußspezialist da, der den Trümmerbruch mit zehn Schauben, Käfig und Implantat am 29. Juni operierte ohne das Gelenk zu versteifen. Ich bekam einen Gips für sechs Wochen und durfte bis Mitte August mein Bein gar nicht und danach für vier Wochen nur teilweise belasten. Ich musste zuerst mit dem Rollstuhl fahren, dann konnte ich mit Krücken gehen.

 

Als der Gips heruntergegeben wurde, kam es mir vor, als ob mein Fuß nicht zu mir gehöre. Ich habe gleich nach der Gipsabnahme mit der Physiotherapie begonnen – zuerst für zwei Wochen im Unfallkrankenhaus und danach bei meiner Physiotherapeutin Martina Winkler-Krischan. Mein Fuß war geschwollen, schmerzte und war in der Beweglichkeit stark eingeschränkt. Ich konnte nicht richtig gehen. Nach ein paar Schritten ohne Krücken hatte ich schon Schmerzen. Meine Therapeutin hat sehr viel am Fuß gearbeitet, mir aber auch Übungen für zu Hause gezeigt, die ich mehrmals täglich gemacht habe.

 

Ich habe mich über jeden kleinen Fortschritt gefreut - als ich zum Beispiel Mitte Oktober (4 Monate nach dem Trümmerbruch) das erste Mal wieder ca. zehn Minuten ohne Krücken gegangen bin, als ich das erste Mal nach meinem Unfall wieder Fahrrad fahren konnte oder als ich das erste Mal wieder mit leichtem Krafttraining begonnen habe.

 

Trotzdem dauerte es Monate bis ich wieder ein paar hundert Meter schmerzfrei gehen konnte. Meine Physiotherapeutin hat mich immer wieder aufgemuntert und mir versichert, dass das ein ganz normaler Heilungsverlauf sei bei so einer schweren Verletzung.

 

Insgesamt war ich über ein halbes Jahr im Krankenstand. Mittlerweile kann ich dank der erfolgreichen Therapie wieder gehen, arbeiten und mein Leben normal führen, worüber ich sehr, sehr froh bin.