"Nach nur 6 Therapie-Einheiten konnte ich meinen Arm wieder in alle Richtungen bewegen."

Ohne OP zurück zur vollen Schulterbeweglichkeit.

Gerhard, 53, bricht sich bei einem Sturz beim Skifahren das Schulterblatt.  Hier berichtet er für uns, wie er seinen Arm nach wenigen Wochen wieder einsetzen konnte - dank konsequenter Physiotherapie.

 

Am 31. Jänner 2018 habe ich mir bei einem Skisturz das Gelenk zwischen Schlüsselbein und Schulterdach luxiert (ausgerenkt) und mein Schulterblatt gebrochen. Ich habe mich gegen eine Operation und für eine konservative Behandlungsvariante entschieden. Dazu erhielt ich für 5 Wochen einen Gilchristverband (dabei befindet sich der Arm in einer Schlaufe, um Schulter und Arm ruhig zu stellen) - in dieser Zeit durfte ich meinen Arm weder aktiv noch passiv bewegen. Zusätzlich erhielt ich Elektrotherapie, um den Muskelabbau zu verhindern. Trotzdem konnte ich nach der Abnahme des Verbandes meinen Arm nicht mehr aktiv bewegen. Meine Muskulatur hatte so stark abgebaut, dass ein Anheben des Armes überhaupt nicht möglich war. Der Verdacht, dass ich mir bei dem Sturz auch eine oder mehrere Sehnen gerissen habe könnte, wurde jedoch mit einem MRI widerlegt werden und do konnte ich mit aktiven Übungen starten.

 

6 Wochen nach dem Unfall (Mitte März) begann ich also mit der Physiotherapie bei Physio Experts in Eugendorf. Bei der Erstuntersuchung zeigte sich, dass durch die Ruhigstellung auch die passive Beweglichkeit der Schulter und des Schulterblatts deutlich eingeschränkt war.

In der Therapie erlernte ich unterschiedlichste Übungen um die aktive und passive Beweglichkeit meiner Schulter zu verbessern, in weiterer Folge auch, mein Schulterblatt zu stabilisieren und das Schultergelenk zu zentrieren.

 

Ich habe die Übungen zu Hause konsequent durchgeführt und war überrascht, wie schnell ich Fortschritte erzielte. Täglich merkte ich Verbesserungen der Beweglichkeit und auch die Muskelkraft nahm schnell zu. Je nach Fortschritt wurde dann auch in der Therapie die Intensität der Übungen gesteigert und meine Schultermuskulatur gezielt gekräftigt. Meine Therapeutin Christina Buchner legte großen Wert auf die Stabilisierung des Schulterblatts während der Bewegung und auf die Verminderung der Ausweichbewegungen, die ich mir als Kompensation angewöhnt hatte. Zudem wurde in der Therapie die Muskulatur gelockert und gedehnt und Verklebungen im Gewebe gelöst, was mir die schmerzfreie Durchführung der Übungen ermöglichte.

 

Nach nur 6 Therapieeinheiten konnte ich meinen Arm wieder in alle Richtungen bewegen und auch gegen die Schwerkraft ganz anheben. Im Seitenvergleich war die Beweglichkeit fast gleich, nur die Außendrehung war noch etwas stärker eingeschränkt. Auch meine muskuläre Kraft hatte sich deutlich gebessert, im Alltag konnte ich den Arm sehr gut einsetzen und auch meinen Beruf als Mechaniker wieder ausüben. Nach 10 Einheiten ist nun auch die Beweglichkeit und Kraft in die Außendrehung fast seitengleich. Die Therapie werde ich trotzdem noch fortführen, um auch die letzten Einschränkungen und Kraftunterschiede auszugleichen.